Im Strudel des Virus

Wir befinden uns in einer aufwühlenden Zeit. Das Coronavirus (COVID-19) grassiert weltweit und die Aktienmärkte sind sehr volatil. Die Kursanzeigetafel strahlt in blutigem Rot daher. Viele Investoren verkaufen ihre Anteile, um weiteren Schäden in ihren Portfolios zu vermeiden.

Coronavirus

Unsere vernetzte Welt scheint auf einen solchen Ausbruch nicht vorbereitet zu sein. Überall geraten die Bestände von normalerweise selbstverständlichen Artikeln unter Druck oder ganze Lieferketten werden gar unterbrochen. Zusätzlich fühlt es sich für mich so an, als ob dieses Virus ein gefundenes Fressen für die Klickzahlen- und Auflagensteigerung der Medienunternehmen ist. Es wird bewusst oder unbewusst die Angst in der Bevölkerung geschürt.

Hinzu kommt, dass Russland und Saudi Arabien in einen Öl-Preiskrieg eingestiegen sind, wodurch die Preise für Öl massiv gesunken sind. Weiter gibt es zumindest hier in der Schweiz die Angst einer möglichen Immobilien-Blase.

Die Kombination dieser Faktoren wirkt wie ein Giftcocktail für die Börsen und reisst die Kurse in die Tiefe. Viele haben Angst vor Verlusten und wollen aus Aktien aussteigen, bevor es noch schlimmer wird und sie alles verlieren. Ein Hauch von Panik macht sich breit, die Börse scheint vom Virus infiziert.

Virus hin oder her

Wer an der Börse investiert, sollte dies nur mit Geld tun, welches grundsätzlich schon abgeschrieben ist und nicht zwingend für das tägliche Leben gebraucht wird. Das ist eine erste und vor allem sehr wichtige Regel, welche in der jetzigen Zeit wieder sehr aktuell wird bzw. immer war.

Unter diesem Aspekt, empfinde ich es als fahrlässig jetzt meine Aktien zu verkaufen! Die Börsen müssten noch ca. 20% weiterfallen, damit ich mit meinen Investitionen nicht mehr im grünen Bereich bin. Auch wenn dies eintreffen sollte, werde ich meine Aktien halten und nicht verkaufen. Was ich mir im Gegenzug vornehme ist, weiter zu zukaufen und so meine Einstiegspreise zu senken. Das Virus wird wieder verschwinden und mit ihm die roten Kursanzeigen.

Ich nehme mir den Rat von Warren Buffett  zu Herzen:

«Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind.»

Da ich aktuell keinen hohen Cash-Bestand habe, wird es wohl ein wenig schwierig, diesen Leitsatz direkt umsetzen zu können. Dieser Umstand wurmt mich nun ein wenig, da ich vor wenigen Wochen oder Monaten meinen Cash-Bestand erhöhen wollte, stattdessen aber immer wieder neue Aktien gekauft habe. Natürlich konnte ich die Zukunft nicht voraussagen und bin nun kalt erwischt worden.

Für mich ist das nicht weiter schlimm. Ich gehe nicht davon aus, dass die aktuelle Lage in wenigen Wochen ausgestanden sein wird und bis dahin werde ich wohl wieder ein wenig Geld gespart haben, um doch noch ein oder zwei Schnäppchen ergattern können.

Wie siehst du die jetzige Situation? Hast du weitere Aktien gekauft oder bist du aus deinen Investments ausgestiegen?

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